• Siegerprojekt "Stiller Nachmittag" überzeugt Jury

    Projektwettbewerb für die Etappe Bruderwies der Gebietsentwicklung Leimbach entschieden 

Graber Pulver Architekt:innen AG entscheiden das Rennen

Am Projektwettbewerb, der Anfang 2025 lanciert wurde, beteiligten sich elf Teams. Als Siegerprojekt ging das Projekt «Stiller Nachmittag» von Graber Pulver Architekt:innen AG in Zusammenarbeit mit Maurus Schifferli Landschaftsarchitektur hervor; der einstimmige Juryentscheid fiel am 3. Dezember 2025. Mit dem Entscheid für die erste Etappe der Gebietsentwicklung Leimbach stellt die Baugenossenschaft Linth-Escher die Weichen für eine massvolle Verdichtung ganz im Sinne der Leimbacher Gartenstadt. 

 

Zeilenstruktur und Gartenstadtcharakter bleiben erhalten

Das Siegerprojekt nimmt die Zeilenstruktur der bestehenden Siedlung auf. Sieben Baukörper, organisiert in vier Zeilen, gliedern das Areal. Dadurch entsteht ein städtebauliches Gefüge, das den Charakter des Quartiers bewahrt und die ortsbaulichen Strukturen angemessen weiterführt. Die Abstände zwischen den Zeilen sichern den charakteristischen Aussenraum. Die privaten Gärten, wie sie heute die Siedlung prägen, sollen in einer angepassten Form Platz finden und durch gemeinschaftlich genutzte Flächen ergänzt werden.

 

Vielfältiger Wohnungsmix und flexible Grundrisse

Insgesamt sollen 104 Wohnungen entstehen. Damit möchte die Baugenossenschaft Linth-Escher deutlich mehr Wohnraum gegenüber dem heutigen Bestand schaffen. Angestrebt wird ein breiter Wohnungsmix von 1.5- bis 6.5-Zimmern. Besonders hervorzuheben sind die 23 Wohnungen im Reiheneinfamilienhaus-Stil. Sie sollen als doppelstöckige Maisonettewohnungen konzipiert werden und über einen direkten Zugang zum eigenen Keller verfügen. Die unterschiedlichen Wohnungstypologien sollen über eine zwei- bis dreiseitige Ausrichtung verfügen, wodurch eine optimale Tageslichtversorgung gewährleistet wird. Flexible Grundrisse und ergänzende Zusatzzimmer sollen eine Anpassung an unterschiedliche Lebensphasen erlauben.

 

 

«Das Projekt zeigt exemplarisch, wie eine massvolle Verdichtung gelingen kann, ohne die Identität des Quartiers zu verlieren.»

JÉRÔME LUTZ, GESCHÄFTSFÜHRER DER BAUGENOSSENSCHAFT LINTH-ESCHER

 

Erlebbares Regenwassermanagement in die Aussenraumgestaltung eingebunden

Die Landschaftsarchitektur soll eine strukturierende Rolle übernehmen. Die Grünräume verknüpfen die Gebäudereihen zu einem durchlässigen Gesamtgefüge. Sie sollen sowohl soziale als auch ökologische Funktionen erfüllen. So sollen beispielsweise Elemente des Regenwassermanagements sichtbar in die Gestaltung integriert werden: Das Regenwasser von den Giebeldächern soll über Rigolen in eine Retentionsmulde geleitet werden, die gleichzeitig einen Spielaspekt bietet. Naturnahe Bepflanzungen und gemeinschaftlich nutzbare Aussenräume sollen die ökologische Qualität und die Identität des Quartiers zusätzlich stärken.

Mit «Stiller Nachmittag» setzt die BGLE auf ein Projekt, das das Erbe der Gartenstadt respektiert, den Anforderungen an verdichtetes Wohnen gerecht wird und eine zukunftsfähige, nachhaltige Weiterentwicklung des Quartiers Bruderwies ermöglicht.